Archiv für November 2009

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Dragon Age: Origins

28. November 2009

Erst vor Kurzem habe ich Uncharted 2 als die beste Einzelspieler-Erfahrung in diesem Jahr bezeichnet, das Action-Adventure muss nun aber BioWares Mega-Rollenspiel weichen. Ich habe Dragon Age: Origins inzwischen durchgespielt und es ist einfach fantastisch!

Nachdem ich die zwei Bücher gelesen und für gamona die Dragon Age-Fansite mit Inhalten gefüllt habe, kannte ich mich bereits vor Release des Spiels bestens mit der Welt von Thedas und Ferelden aus. Einige Enthüllungen im Spiel wären sicher nicht ganz so dramatisch ausgefallen, wenn ich nicht die Vorgeschichte schon kannte und doch bin ich in der Hinsicht etwas enttäuscht, denn gerade im zweiten Buch (The Calling) gab es interessante Informationen zu den Darkspawn und den Grey Wardens, die im Spiel nicht aufgegriffen wurden. Noch nicht. Schließlich will BioWare Dragon Age 2 Jahre lang via Download mit neuen Inhalten füllen, die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Geschichte ist also nicht verloren. Vielleicht erscheint auch noch ein drittes Buch, wer weiß.

Erzählerisch ist Dragon Age: Origins ein Meisterwerk, zwar ist die grundlegende Story alles andere als originell, aber trotzdem hat BioWare es geschafft dem Ganzen eine eigene Note zu verleihen und es in der Tat finsterer zu gestalten. Dabei ist es nicht nur primär der Kampf gegen die Bedrohung durch die Darkspawn, der einen vorantreibt – ständig trifft man neue Charaktere mit ganz eigenen Problemen und Konflikten, die es zu lösen gilt und die dem Haupt-Storystrang in Sachen Spannung in nichts nachstehen. Natürlich ist nicht jeder Abschnitt im Spiel gleichermaßen toll, Orzammar und die Deep Roads fand ich beispielsweise zu lang und auch etwas öde. Umso besser gefiel mir der Brecilian Forest, in dem man erneut auf klassische Fantasy-Wesen trifft, die aber ganz anders dargestellt werden.

Spielerisch orientiert sich Dragon Age an BioWares Baldur’s Gate oder KotoR. Ersteres habe ich nicht gespielt (*schäm*) und mit zweiterem bin ich nie wirklich warm geworden, das Kampfsystem konnte mich einfach nicht fesseln. Wenn ich schon mit Lichtschwertern kämpfe, dann doch bitte im Jedi Knight-Style. Wie auch immer, obwohl Dragon Age das gleiche bzw. ein sehr ähnliches System nutzt, gefällt es mir dieses mal richtig gut, nicht zuletzt weil es verdammt anspruchsvoll sein kann. Selbst auf der Schwierigkeitsstufe „Normal“ sollte man sich schleunigst angewöhnen, die Quicksave-Taste vor und nach den Kämpfen zu nutzen. An einigen Stellen wurde es zwar frustrierend, aber es war nie unmöglich, einen Kampf zu schaffen und so ist es mir lieber, als wenn ich ohne Probleme durch das Spiel rase.

Meine Gruppe bestand übrigens aus Leliana, Wynne und Alistair – Ranged DD, Healer und Tank – und ich selbst habe einen Rogue (Assassin/Duelist) gewählt, meine Origin Story war die der Dalish Elves. Es ist schon fast schade, dass man nur drei weitere Mitglieder in der Gruppe haben kann, denn jede der einzigartigen Persönlichkeiten ist interessant. Am Ende der Geschichte hatte ich wirklich das Gefühl meine drei Gefährten zu kennen. Ein weiterer Grund – neben all den Entscheidungen, die man trifft und den Origin-Stories – das Spiel nochmal durchzuspielen.

Die Grafik gehört wohl zu den größten Schwächen von Dragon Age, obwohl Charaktere und Architektur durchaus beeindrucken können. Nur die Landschaften sehen teilweise schlicht hässlich aus, etwa wenn man von der großen Brücke Ostagars in die Ferne schaut, sieht man nur matschig aufgelösten Boden und ein paar vereinzelte Bäume. Generell ist die Qualität der Umgebungstexturen nicht die Beste. Insgesamt macht es trotzdem einen stimmigen Eindruck und was bei der Grafik fehlt, wurde bei der Soundkulisse wiedergutgemacht. Die (engl.) Sprachausgabe, die Musik, die Kampfgeräusch – alles auf dem höchstmöglichen Niveau. Allerdings mag es wie ein Rückschritt gegenüber Mass Effect wirken, dass der eigene Charakter keine Stimme hat.

Fazit: Mit über 50 Stunden Spielzeit und noch vielen weiteren Stunden, die vor mir liegen, kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass Dragon Age wahrhaftig mein Spiel des Jahres ist, wenn nicht sogar der vergangenen Jahre. Zuletzt konnte mich das Universum von Mass Effect so in seinen Bann ziehen, nur war ME spielerisch lediglich „gut“. Dragon Age kann in nahezu jeder Kategorie überzeugen und ich freue mich bereits auf den zusätzlichen DLC seitens BioWare und die neuen Inhalte aus der Mod-Community. Wenn ihr euch meinen Charakter mal anschauen wollt, dann könnt ihr das auf BioWares Social-Network-Seite tun (Klick). Dort werden außerdem sämtliche Mod-Projekte verwaltet und bereits jetzt gibt es interessante Ansätze.

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Ghost Pirates of Vooju Island

20. November 2009

Bill Tiller war beim Adventure-Meilenstein Monkey Island 3 für das Art-Design zuständig und hat dort fantastische Arbeit geleistet. Nach A Vampyre Story bringt er nun mit Ghost Pirates of Vooju Island das zweite Adventure seines Entwicklerstudios Autumn Moon heraus. Ich habe das Spiel für gamona getestet – leider kommt Tiller nicht mal annähernd an Monkey Island heran, auch wenn er die Karibik-Atmosphäre gut einfängt.

Test zu Ghost Pirates of Vooju Island ansehen »

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Muramasa – The Demon Blade

12. November 2009

Verzeiht die stiefmütterliche Behandlung des Blogs – Dragon Age: Origins verlangt momentan jede freie Minute. Ja, es ist so gut! Aber um BioWares RPG-Epos soll es hier nicht gehen, dazu komme ich später. Stattdessen stelle ich euch meinen nächsten Test auf gamona vor: Muramasa – The Demon Blade, ein 2D Hack’n'Slay für die Wii und ein verdammt gutes noch dazu! Allein was das Spiel mit seiner 2D-Grafik auf Nintendos Konsole erreicht ist der Wahnsinn, hinzu kommt die wunderbare Atmosphäre und das tolle Kampfsystem - klare Kaufempfehlung!

Hier geht’s zum Test von Muramasa – The Demon Blade »

Ansonsten gibt es jede Menge Updates auf der Dragon Age Fanseite, eine Preview zu Avatar – The Game und einen weiteren Test zu Dragon Ball: The Revenge of King Piccolo.

muramasa

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Trial and Execution of Guybrush Threepwood

2. November 2009

Es ist wieder soweit – die monatliche Dosis Monkey Island steht an. Da fällt mir ein, dass ich meine Gedanken zur dritten Episode – Lair of the Leviathan – noch gar nicht geäußert habe. Ich mache es kurz: Teil 3 der Tales-Reihe war die bisher beste Episode, sowohl in Hinsicht auf Humor (Murray!), als auch in Anbetracht des intelligenten Rätseldesigns (Mimik-Contest, Seekuh-Sprache).

Für die vorletzte Folge des Karibikabenteuers ist nun mein Test auf gamona erschienen, die Komplettlösung gibt es gleich dazu, auch wenn die ob des geringen Schwierigkeitsgrades eigentlich nicht nötig sein dürfte.

Hier gehts zum Test von ToMI – Ep. 4 auf gamona.de »

ToMI4

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Torchlight

2. November 2009

Vor Kurzem ist via Steam das Hack’n'Slay Torchlight erschienen. Entwickelt wurde das Action-RPG von Runic Games, einem Studio, das sich aus den Überresten der Flaship Studios gebildet hat. Soll heißen, dass auch Diablo 2-Entwickler an dem Spiel beteiligt waren. Torchlight basiert auf der gleichen Engine wie Mythos, dass leider auch der Flagship-Pleite zum Opfer gefallen ist. Allerdings ist das Erstlingswerk von Runic Games ein reines Einzelspieler-Erlebnis, da eine F2P-MMO-Variante noch geplant ist. Schade – Multiplayer für ~4 Spieler wäre auch jetzt schon schön gewesen.

In Torchlight stehen nur drei Klassen zur Auswahl: Destroyer (Tank, Krieger), Vanquisher (Jäger, Schurke) und Alchemist (Magier). Ich habe mich für die Vanquisher entschieden und sie auf Marksman geskillt, somit ballert sie sich nun mit zwei Pistolen durch die schön gestalteten Level. Der Begriff Diablo-Klon trifft auf Torchlight in besonderem Maße zu, denn selbst die Musik in der Stadt erinnert an Tristam aus Blizzards Genre-Referenz. Auch bei den Gegenständen fühlt man sich an das Teufelsrollenspiel erinnert: Schriftrollen der Identifikation und des Stadtportals, Sets, Uniques, sockelbare Edelsteine usw..

Ein paar äußerst sinnvolle Neuerungen vernichten zudem die alten Schwächen von Diablo. Gegenstände nehmen nur noch einen Platz ein, was das Inventar-Management erleichtert. Außerdem wählt man anfangs zwischen einem Hund und einem Luchs als stetigen Begleiter – der kämpft nicht nur mit, sondern hat auch ein eigenes Inventar, was wiederum die Stadtportal-Rollen enorm schont. Neben den eigenen Fähigkeiten, die man über den übersichtlichen Talentbaum erlernt, gibt es auch besondere Schriftrollen, die dem eigenen Charakter oder dem Haustier neue Zauber beibringen, etwa Selbstheilung, Feuerbälle oder Beschwörungen. Mein Hund „Hafter“ kann zum Beispiel ein spektrales Schwert herbeizaubern und seine Laufgeschwindigkeit erhöhen – super!

Genretypisch hat auch Torchlight keine nennenswerte Story, es geht einzig und allein ums Monster schnetzeln, Items sammeln und Level aufsteigen – und das macht einen Riesenspaß, da die Entwickler einen perfekten Spielfluss geschaffen haben. Nie bleibt man zulang an einem Ort, ständig gibt es große Gegner und ab und zu begegnet man sogar geskripteten Bossmonstern. Von daher gibt es von mir eine ganz klare Kaufempfehlung für den gerade mal 16€ teuren Steam-Titel.

Torchlight