Archiv für Juni 2009
29. Juni 2009
NyxQuest: Kindred Spirits ist ein 2.5D Sidescroller vom spanischen Entwickler Over The Top Games und für umgerechnet 10€ als WiiWare erhältlich. Worum geht’s? Um Engel, genauer gesagt um Nyx, Freundin von Ikarus, die selbigen und die von Hitze verwüstete Welt retten will.
Die Story steht aber nicht im Vordergrund und ist auch nicht sonderlich bewegend – NyxQuest überzeugt aber mit tollem Gameplay. Nyx kann dank Engelsflügel in mehreren Stufen springen und über kurze Strecken gleiten. Außerdem wird ihr im späteren Verlauf die Kraft der Götter verliehen. Sie kann dann beispielsweise Gegenstände manipulieren, etwa störende Felsen heben, Geschosse fernhalten oder Plattformen verschieben. Einen Blitz als Waffe gibt’s später auch noch. Per Nunchuk bewegt man Nyx und mit der Wiimote zeigt man auf den Bildschirm und kontrolliert die Gotteskräfte – das kann auch ein zweiter Spieler übernehmen, was das Spiel um einiges einfacher machen müsste (habe es nicht probiert). An einigen Stellen wird das Spiel doch recht anspruchsvoll, wenn man gleichzeitig Nyx durch Fallen manövrieren und eine Flamme per Gotteskraft durch einen Tunnel zerren muss. Da kommt man sich manchmal vor, als würde man zwei Charaktere gleichzeitig spielen – aber unfair wird es nie.
Nach nicht einmal 3 Stunden ist der Spaß dann aber auch schon vorbei. Es gibt zwar noch 20 gut versteckte Geheimnisse zu entdecken, trotzdem hätte ich noch gern weitere Level gesehen! Die Präsentation ist okay: nette 3D Grafik und atmosphärische (aber wenig spektakuläre) Musik. Die Zwischen- sequenzen sind nicht vertont und bestehen lediglich aus tristem Text und Standbildern. Auch bereist man ausschließlich Wüstengebiete und die Gegnervielfalt ist sehr gering – wobei NyxQuest wenig Fokus auf Kampf legt und sich eher auf Jump & Run und Rätselelemente konzentriert.
Was bleibt ist ein kurzes, kreatives und unterhaltsames Jump & Run, das nicht nur für Fans des NES-Klassikers Kid Icarus interessant sein dürfte. Auf der offiziellen Seite gibt’s ein kurzes Gameplay Video.

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27. Juni 2009
Ich habe soeben die Demo von Trine gestestet – ein Spiel von dem ich zuvor noch nie etwas gehört habe. Auf Steam gibt’s den Download, im Juli soll das Spiel erscheinen.
Was ist Trine? (bitte nicht deutsch aussprechen…) Trine ist ein Sidescroller in schicker 3D Grafik, der auf einen Mix aus Jump & Run Einlagen, Rätseln und Kämpfe setzt. Dabei stehen einem, ähnlich wie in Blizzards Klassiker Lost Vikings, drei verschiedene Charaktere zur Verfügung. Nur kann man in Trine auf der Stelle den Charakter wechseln und muss nicht erst alle drei an die richtige Stelle befördern. Die Diebin kann mit Pfeil und Bogen umgehen und zudem per Enterhaken große Distanzen überbrücken – das erinnert wiederum an Bionic Commando. Der Ritter schützt sich mit seinem Schild vor Geschossen und zieht mit dem Schwert in den Kampf. Der Zauberer kann bestimmte Objekte manipulieren und per Telekinese bewegen. Außerdem kann er Klötze beschwören. So viel kriegt man zumindest in der Demo mit. Die Level erfordern den stetigen Wechsel der Charaktere und den cleveren Einsatz der verschiedenen Fähigkeiten und bis auf die an einigen Stellen träge Steuerung spielt sich das Ganze sehr flüssig.
Die Story des Spiels wird recht simpel mit Standbildern und einem Erzähler präsentiert, dadurch wird das Märchenflair des Spiels noch weiter verstärkt. Mich hat die Demo sehr überrascht und ich empfehle euch Trine mal auszuprobieren. Ob die Vollversion aber den Preis von 30€ rechtfertigt wird sich erst noch zeigen – ich werde es aufjedenfall weiter beobachten. Die Demo macht Lust auf mehr und das Genre ist in der Ausführung auch recht rar. Trine stammt übrigens von Entwickler Frozenbyte, die auch schon für das gute Shadowgrounds verantwortlich waren.
[Edit] Gerade entdeckt, dass das Spiel sogar einen Coop-Modus hat in dem jeder Charakter von einem Spieler übernommen werden kann und man dann zusammen durch die Level streift. Leider in der Demo nur lokal, hoffentlich mit Online-Modus in der Vollversion. Hier noch ein HD-Gameplay Video.

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26. Juni 2009
Etwas untypisch poste ich mal nur einen Link zu einem englischen Video vom sogenannten GameOverThinker.
Hier geht’s zum Video. Neben dem sind auch seine anderen Videos und sein Blog sehr empfehlenswert.
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26. Juni 2009
Stellt euch ein Zelda vor nur mit der riesigen Spielwelt, den Endgegnern und ohne jeglicher Sammelei – dann habt ihr Shadow of the Colossus. Also ein Spiel mit einem berittenen Helden, bewaffnet mit Schwert und Bogen, der durch eine riesige Welt reist um 16 Kolosse zu erledigen. Ich habe das PS2 Action-Adventure aus dem Jahre 2005 jetzt nachgeholt:
Hauptspielelement sind wie bereits erwähnt die Kämpfe gegen die 16 Kolosse. Shadow of the Colossus zeigt eindrucksvoll, wie epische Bosskämpfe aus- zusehen haben. Die meisten Kolosse sind riesig und müssen vom Spieler erst erklommen werden. Anschließend gilt es die Schwachstellen zu finden und entsprechend zu bearbeiten. Dabei muss man darauf achten nicht vom Koloss zu fallen, da der sich natürlich kräftig wehrt. Man könnte jeden Koloss auch als Puzzle bezeichnen, da es teilweise schon knifflig ist rauszufinden, wie man überhaupt auf die Viecher raufkommt. Rätselt man zu lang ertönt eine Stimme die einem einen Tipp gibt, der mir zumindest oft geholfen hat. Die Schwachstellen der Kolosse kann man sich durch sein magisches Schwert anzeigen lassen, wenn man es im Licht hochhält und auf den Giganten richtet. Natürlich sind nicht alle 16 Kolosse gleichermaßen gut designt, aber es gibt keinen Totalausfall. Das Spielgefühl ist einfach unvergleichlich wenn man einen Koloss nach hartem Kampf zu Boden schickt.

Perfekt ist Shadow of the Colossus aber nicht. Die Kolosse sind in der riesigen Spielwelt verteilt, die man mit seinem Pferd bereist. Es gibt auf der Reise keine Gegner, nichts zu sammeln oder sonstiges. Man reitet schlichtweg zum Koloss, was zwar anfangs noch recht ansehnlich ist und auch zur einsamen Atmosphäre beiträgt, aber später schlicht öde wird – so ging es mir zumindest. Zweiter Schwachpunkt ist die unintuitive Pferdesteuerung. Zelda hat bereits gezeigt wie es richtig geht, hier bedarf es Eingewöhnung. Die stets geringe Framerate fällt ebenfalls negativ auf – die sonst hervorragende Präsentation wird dadurch getrübt. Kolosse und Spielwelt sind nämlich beeindruckend gestaltet und der Soundtrack – wenn auch spärlich gesäht – ist sehr stimmig und einprägsam. Zur Story nur so viel: Zu Beginn und am Ende des Spiels gibt es längere Zwischensequenzen und die Geschichte regt zum Nachdenken an, rückt aber im Hauptteil des Spiels in den Hintergrund.
Shadow of the Colossus ist einzigartig und überzeugt mit seinen atembe- raubenden Kämpfen gegen die Kolosse. Beim Drumherum gibt’s aber Abzüge – artistisch zwar beeindruckend, aber spielerisch nicht makellos. Wer enorme Spieltiefe erwartet wird außerdem enttäuscht, nach ca. 8 Stunden ist die Gigantenhatz bereits vorbei. Ich hatte viel Spaß mit Shadow of the Colossus und würde gerne wissen, wie ein Spiel mit Gegnern solchen Ausmaßes mit heutiger Technik aussehen würde!

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25. Juni 2009
Wider Erwarten gab ich der Versuchung nach das neue Wii Motion Plus zu testen. Und dann noch mit einem Spiel, dessen Genre mich eigentlich kalt lässt: Grand Slam Tennis von EA.
Bisher habe ich 2 Stunden Spielzeit hinter mir – das hier ist also gerade mal ein Ersteindruck. Kommen wir gleich zum spannendsten: Ja, das Wii Motion Plus verbessert die Genauigkeit und ermöglicht einem mit Übung viele Freiheiten. Daraus folgt aber auch eine steile Lernkurve, die ersten Partien auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad habe ich hoffnungslos verloren. Inzwischen kann ich meine Schläge aber recht präzise setzen, auch wenn ich das Gefühl habe die Wiimote oft neu kalibrieren zu müssen. Per Tastendruck aktiviert man Stopper und Lobs, der Schwung bestimmt Intensität, Richtung und ermöglicht Top-Spins. Nun kenne ich mich im Tennis-Jargon überhaupt nicht aus, also bitte noch nicht nach Details fragen und etwaige Fehler entschuldigen. Es fühlt sich aufjedenfall „richtig“ an, aber vollständig dran gewöhnt habe ich mich noch nich und oft geht mal ein Schlag daneben oder wird nicht registriert. Man sollte übrigens still stehen, da die Wiimote sonst Probleme mit der Bewegungserkennung hat.
Das Spiel selbst scheint viel zu bieten – eigene (recht limitierte) Charakterer- stellung, Grandslam-Modus, Herausforderungen (Minispiele), Training, Fitness und Multiplayer – sogar mit Onlinemodus. Diesen habe ich auch bereits probiert und der läuft über EAs Server und demnach auch mit einem EA- Account. Das hat den Vorteil: Keine Freundescodes! Sooo angenehm – diese Art Online Multiplayer wünsche ich mir von anderen Spielen auf der Wii, vor allem von Nintendo selbst. In meinen wenigen Partien habe ich übrigens keinerlei Lag bemerkt und das über Wi-Fi.
Negativ fällt die triste Präsentation auf. Zwar setzt das Spiel auf eine eher comichafte Grafik, das täuscht aber nicht über die öden Hintergründe und das detailarme Publikum hinweg. Die Animationen und die Spieler (die den realen Vorbildern nachempfunden sind) können aber überzeugen und bei einem Tennis Spiel spielt die Optik eh keine sonderlich große Rolle. Sound hingegen ist in Ordnung, der englische Kommentator klingt nur etwas gelangweilt und hat scheinbar ein recht begrenztes Vokabular.
Das Wii Motion Plus und Grand Slam Tennis hinterlassen also bisher einen ziemlich guten Eindruck. Vor allem der Online-Modus hat großes Potential ein Dauerbrenner zu werden. Vielleicht gibt es demnächst dazu mal wieder eine normale Review.

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22. Juni 2009
Aus Langeweile habe ich mir die Demo von Super Stardust HD angeschaut, einem etwas älteren Playstation 3 Arcade Weltraum-Shooter. Eigentlich ist dieses Genre nichts für mich, aber von Super Stardust war ich sehr angetan und habe mir die günstige Vollversion geholt. In dem Spiel fliegt man mit einem Raumschiff um einen kleinen Planeten, der konstant von Asteroiden bombardiert und Alienschiffen angegriffen wird. Mit drei verschiedenen, aufrüstbaren Waffentypen muss man nun alles auf dem Bildschirm abballern – sehr simpel, aber erstaunlich fesselnd. Am Ende eines Levels gibt’s einen Endgegner – im Arcademodus würde nun der nächste Level starten, im Planetenmodus spielt man die verschiedenen Level einzeln. Die Highscore-Listen sind auch witzig: Wenn man im Arcademodus auf einen der oberen Plätze will, sollte man sich darauf einstellen ~5 Stunden am Stück zu spielen.
ICO und Shadow of the Colossus stehen schon lange auf meiner „To Do“ Liste der verpassten Spiele. Bisher hat mich immer der hohe Preis abge- schreckt, jetzt habe ich aber doch beide Spiele für zusammen 75€ erstanden. Bei über 4 bzw. 8 Jahre alten Spielen ist das zwar immernoch recht teuer, aber im Verhältnis noch eines der günstigeren Angebote. Glaube ich. Beide Spiele werden oft als Kunstwerke beschrieben und die Erwartungen an das neue Spiel des Entwicklers Team ICO sind bereits sehr hoch. Zugegeben: Der Trailer sieht auch einfach umwerfend aus. Die beiden PS2 Klassiker sollten im Laufe der Woche bei mir ankommen und bekommen sicherlich einen eigenen Artikel spendiert.
Die interessantesten Spiele der nächsten Zeit wären wohl Anno 1404 und Monkey Island. Bei zweiterem habe ich die Episodenreihe von Telltale Games bereits vorbestellt und bin gespannt, wann die Special Edition von Teil 1 rauskommt. Ob Anno direkt ein Kauf am Releasetag wird weiß ich nicht – die Demo macht jedenfalls einen sehr guten Eindruck.

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20. Juni 2009
Ich habe schonmal einen ähnlichen Artikel zu God of War geschrieben – eine Spielreihe die bei Release an mir vorbei ging und die ich dann nachgeholt habe. Daraus wird jetzt eine Rubrik, dieses mal: Heavenly Sword (2007).
Heavenly Sword ist ein Playstation 3 exklusives Action-Adventure vom Entwickler Ninja Theory. Heute um ca. 16 Uhr kam das Spiel bei mir an und kurz nach Mitternacht war ich durch. Damit wäre auch eine der einzigen Schwächen des Spiels aufgedeckt: Es ist zu kurz! Nach ungefähr sechs Stunden flackern die Credits über den Bildschirm. In dieser kurzen Spielzeit wurde ich aber hervorragend unterhalten und hatte fast nichts zu meckern.
In Heavenly Sword übernimmt man abwechselnd die Kontrolle über Nariko – einer jungen Kämpferin – und Kai, Freundin von Nariko und begabte Arm- brustschützin. Die meiste Zeit verbringt man mit Nariko und schnetzelt sich in bester God of War Manier durch wunderschön gestaltete und strikt lineare Level. Dabei baut Heavenly Sword auf ein solides Kampfsystem – Nariko trägt das namensgebende Schwert und kann frei zwischen drei Haltungen wechseln: Schnelligkeit, Kraft und Distanz. Für jede Haltung gibt’s massig (eher simple) Kombos, die man aber nicht wirklich lernen muss um im Gefecht erfolgreich zu sein. Das Kampfsystem kommt zwar nicht an die Tiefe eines God of Wars heran, macht aber trotzdem Spaß. In Kais Spiel- abschnitten feuert man hauptsächlich mit der Armbrust. Der Clou: Man kann die Geschosse manuell auf das Ziel steuern. Das ist zwar wenig realistisch, macht aber viel Spaß und die Spiel auflockernden Kai-Passagen wurden an den richtigen Stellen eingesetzt. Mit Nariko begegnet man mehreren Bossen, die allesamt fordernd und clever designt sind. Vor allem der Endboss ist ein harter – aber nicht unfairer – Brocken.
Die größte Stärke von Heavenly Sword ist die fantastische Story mit ihren schlichtweg brillianten Charakteren. Ich habe schon lange keinen so herrlich fiesen Oberbösewicht wie den Herrscher Bohan gesehen, der auch noch von drei extrem schrägen Schergen umgeben ist – hier liegen Witz und Grau- samkeit nah beieinander. Die dramatische Geschichte um Nariko, ihren Clan und der Prophezeiung des Schwertes ist filmreif inszeniert und mitreißend. Jeder Charakter wirkt einzigartig, ob gut oder böse. Und das Ende des Spiels ist ebenfalls sehr befriedigend und übermittelt zudem noch eine sinnvolle Botschaft.
Kurzum: Für den Preis von gerade mal 20€ sollte sich kein PS3-Besitzer Heavenly Sword entgehen lassen. Die Story ist super, die linearen Level sind gut durchgestyled – wenn auch nicht überragend – und der Wechsel zwischen Nariko und Kai sorgt für Abwechslung. Der orchestrale Soundtrack, die professionellen, englischen Sprecher und die opulente Optik tragen ihren Teil zur Atmosphäre bei – auch wenn die Framerate teilweise deutlich abstürzt und Narikos langes rotes Haar scheinbar ein Eigenleben besitzt. Heavenly Sword hat eine Metacritic Durchschnittswertung von 79 – für mich ist dieses Spiel selbst nach heutigen Maßstab ein gefühlter mittlerer 80er.

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17. Juni 2009
Den ausführliche Test zu Prototype gibt es nun auf Gamersglobal.de. Meine Video-Review könnt ihr euch auf YouTube anschauen.
Hier geht’s zum Video – wie immer in HD.
Hier geht’s zum Test auf GG.
PS: Bin gespannt was die Mod-Community mit Prototype anstellen wird.

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14. Juni 2009
Ich habe über’s Wochenende die PC-Version von [Prototype] weitesgehend durchgespielt und komme zu dem Schluss, dass es ein gutes Spiel ist, aber auch nicht so gut wie erwartet.
Story in Kurzfassung: Manhattan infiziert, Alex Mercer Hauptcharakter, wacht mit Amnesie in Leichenhalle auf, hat Superkräfte, weiß nicht wer oder was er ist und will sich an den Verantwortlichen rächen. Wenig spektakulär, aber solide. Vor allem das Web of Intrigue ist nett gemacht – Alex kann sich nämlich andere Menschen einverleiben und teilt dann deren Erinnerungen. Die werden in sehr cool inszenierten Filmchen wiedergegeben und in einem Netzmenü verwaltet. Die Story gleicht somit einem Puzzle, bei dem erst gegen Ende alle Zusammenhänge erklärt werden. Die Handlung ist aber trotz dieser innovativen Idee wenig überwältigend. Dafür macht es sehr viel Spaß Chaos in der Stadt anzurichten und mit Alex’ Kräften zu experimentieren. Die kann man nämlich durch Einsatz von EP (Evolution Points) aufwerten. Es gibt unglaublich viele Upgrades im Spiel, welche ungemein motivieren. Außerdem macht das Rumspringen/Sprinten/Fliegen durch Häuserschluchten sehr viel Freude, vor allem, weil es so leicht und präzise zu kontrollieren ist.
In Deutschland kommt [Prototype] gar nicht erst raus, wohl weil es zu brutal ist. Kein Wunder, denn wenn man mit seiner Klingenkraft in eine Masse von Infizierten reinhaut, dann fallen die auch entsprechend auseinander. Außerdem kann man Passanten durch die Gegend schleudern oder als Skateboard benutzen. Die Gewaltdarstellung ist somit zwar explizit, aber wenig detailliert, denn die Grafik des Spiels ist doch sehr angestaubt. Schwache Texturauflösung, geringe Polygonanzahl, immer gleiche Gegner- und Häusermodelle, geringe Sichtweite und so weiter – viel Zeit darauf zu achten hat man während des ganzen Chaos aber nicht. Am meisten zehrte der Schwierigkeitsgrad an meinen Nerven, vor allem die Bosse sind teilweise frustrierend schwer. Das Erfolgserlebnis ist dann aber auch entsprechend hoch, nachdem man endlich die richtige Taktik gefunden hat.
Einen kompletten Test werdet ihr demnächst auf Gamersglobal.de finden und vielleicht gibt es auch mal wieder eine Video-Review.

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9. Juni 2009
Wenn man an die diesjährige E3 denkt, dann denkt man wahrscheinlich an Spiele wie Assassins Creed 2, God of War III, Bioshock 2, Modern Warfare 2, Final Fantasy XIII und so weiter. Es gab allerdings auch weniger bekannte Spiele, die vielversprechend aussehen – hier mal ein paar meiner Favoriten:
Just Cause 2 – Video
Der erste Teil von Just Cause war ein Actionfeuerwerk, das aber an Bugs und eintönigen Missionen litt. Ob die Missionen in Teil 2 spannender werden, weiß ich auch nicht, aber was in dem oben verlinkten Develepor Walkthrough gezeigt wird, macht definitiv Lust auf mehr. Da werden alle Gesetze der Physik zu gunsten von abgedrehter Action ignoriert. Und das ist gut so, denn es sieht verdammt spaßig aus – und hübsch noch dazu.
Darksiders – Video
Das Spiel erinnert vom Gameplay her an God of War oder Devil May Cry und der Held sieht meines Erachtens Arthas aus Warcraft III sehr ähnlich. Das Szenario gefällt mir, genauso wie der Mix aus Schwertkampf, Magie und Knarren – berittener Kampf inklusive. Es sieht einfach sehr stylish aus – ob es sich auch so spielt ist eine andere Frage. Hier noch ein zusätzliches Video von einem Bosskampf mit Entwickler-Kommentar.
Global Agenda – Video
GA ist eine Art Shooter-MMO, bei dem es MMO-typisch PvE und PvP Content gibt. Im PvE schlägt man sich zusammen durch diverse Missionen, während man im PvP um verschiedene Gebiete kämpft. Agencies stellen die Gilden dar, es gibt verschiedene Klassen, komplexe Charaktererstellung usw.. Und einen tollen Sinn für Humor haben die Entwickler auch.
Jumpgate Evolution – Video
Auch JG:E ging etwas unter, dabei sieht es so gut aus wie nie zuvor. Zum Spiel habe ich in der Vergangenheit bereits genug gesagt – ich freu mich drauf! So langsam kann die Beta dann auch mal anfangen.
The Saboteur – Video
Saboteur ist ein Open-World Stealth/Shooter-Spiel, das in Paris während des zweiten Weltkriegs spielt. Am auffälligsten ist der Farbeinsatz in Saboteur, da die Stadt anfangs fast komplett schwarz/weiß ist – trotzdem oder gerade deshalb sieht es faszinierend aus. Aber auch hier heißt es finales Gameplay abwarten, was bisher gezeigt wurde ist noch nicht ganz überzeugend.
Falls mir noch weitere Titel einfallen füge ich sie später hinzu. Vielleicht habt ihr auch ein paar Favoriten, die (noch?) nicht im Rampenlicht stehen?

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