Archiv für April 2009
29. April 2009
5 Monate ist es her, seitdem ich die Demo von Valkyria Chronicles gespielt und gesagt habe, dass ich es mir definitiv zulegen werde. Jetzt habe ich mir Segas Genre-Mix endlich geholt und der positive Demo-Eindruck hat sich bestätigt.
Zwar habe ich Valkyria Chronicles erst ein paar Stunden gespielt, was ich bisher gesehen habe macht aber stets Lust auf mehr. In der Demo konnte man lediglich eine kurze Schlacht spielen, von der Story und den RPG-Elementen hat man nichts mitbekommen. Die Geschichte wird in Episoden erzählt, was den Anime-Eindruck zusätzlich verstärkt – somit ist es auch nicht verwunderlich, dass das Spiel eine eigene Anime-Serie bekommt. Valkyria Chronicles spielt in einem alternativen Weltkriegs-Szenario und ist gespickt mit vielen lebendigen Charakteren, die einem schnell ans Herz wachsen. Gerade der Beginn des Spiels ist noch sehr Story-lastig – mal sehen wie sich das im weiteren Spielverlauf ergibt. Durch Schlachten treibt man aber nicht nur die Story voran, man bekommt auch Geld und EXP, die man zwischen den Kämpfen in Rüstungs-, Waffen- und Panzerupgrades investieren kann. Außerdem levelt man die einzelnen Charakterklassen manuell auf – entscheidet man sich beispielsweise dafür, die Scoutklasse einen Level hochzustufen, sind fortan alle Charaktere der Klasse im nächsten Level. Die Zusammenstellung des Trupps ist ebenfalls dem Spieler überlassen – die richtige Balance der Klassen ist dabei Schlüssel zum Erfolg. Außerdem hat jeder Charakter einzigartige Stärken und Schwächen, was dem System noch mehr Komplexität verleiht. Glücklicherweise werden einem alle Spielelemente Schritt für Schritt erklärt. Die Mechanik der Schlachten habe ich bereits im Demoeindruck erklärt – ich halte es nach wie vor für einen wunderbaren Mix aus Rundenstrategie und Third-Person Shooter. Das Level- und Rüstungs- system verleiht Valkyria Chronicles zudem die nötige Spieltiefe und die Story weiß mich bisher auch gut zu unterhalten. Erwähnenswert ist noch die Integration des japanischen Original-Tons – für mich ein weiterer Pluspunkt in der Atmosphäre. So genug geschrieben – Gallia will schließlich beschützt und das Imperium vertrieben werden!

Veröffentlicht in Valkyria Chronicles | Verschlagwortet mit playstation, PS3, rpg, RTS, sega, sony, Valkyria Chronicles | Kommentar schreiben »
25. April 2009
Seit zwei Tagen spiele ich nun den Strategie-RPG Mix Demigod von Gas Powered Games, der auf dem Prinzip der Warcraft III Mod Defense of the Ancients basiert. Dazu sei gesagt, dass ich DotA nie wirklich gespielt habe – Vergleiche kann ich also keine ziehen.
In Demigod stehen einen acht Helden zur Auswahl – vier Assassins und vier Generals. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Arten ist, dass Generals eine kleine Privatarmee mit sich ziehen, während Assassins allein agieren. Aber alle steigen während einer Partie im Level auf, bekommen neue Fähigkeiten, Gold für neue Ausrüstung usw.. Mit seinen Demigod-Kollegen muss man dann je nach Spielmodi alle gegnerischen Festungen zerstören, Flaggen halten oder die feindliche Zitadelle dem Erdboden gleichmachen. Kooperation und die richtige Wahl der Fähigkeiten bestimmen dabei über Sieg und Niederlage. Die Maps sehen nicht nur toll aus, sie sind auch clever designt und die Taktiken ändern sich je nach Karte. Also ein Top Multiplayer-Titel? Noch nicht – denn wenn man Demigod online spielen will (und das ist der Kern des Spiels, Kampagne oder Story gibt es nicht), dann stößt man schnell auf Hindernisse. Es kann schonmal 5 Minuten dauern, bis einem im Auto-Skirmish oder Pantheon (Turnier) Gegner zugewiesen werden und selbst dann kommt es bei der Zuweisung zu Disconnects. Auch direkt vor Spielbeginn fliegen ab und an Leute raus – das frustriert und macht aus dem eigentlich spassigen Demigod ein noch nicht empfehlenswertes Spiel. Sollten die Probleme mit dem Netzcode jedoch behoben werden und flüssiges Spielen online möglich sein ist Demigod ein hervorragender RTS/RPG Mix der lange motiviert, nicht zuletzt dank Ranglisten und Achievements.
Bei Amazon wird Demigod für knapp 50€ angeboten – übertrieben teuer. Das Spiel ist auch digital zu haben auf der offiziellen Website für ca. 30€ – Kreditkarte oder Paypal vorausgesetzt.

Veröffentlicht in Demigod | Verschlagwortet mit blizzard, chris taylor, Demigod, dota, gas powered games, Rollenspiel, rpg, RTS, Strategie, total annihilation, warcraft | 1 Kommentar »
22. April 2009
Da in der nächsten Zeit nur wenig interessante Spiele erscheinen, habe ich mal zwei Klassiker der PS3 nachgeholt: Uncharted: Drakes Fortune und Ratchet & Clank: Tools of Destruction. Die gabs recht günstig im Bundle und laut diverser Reviews sind beides Top-Titel.
Mit Uncharted habe ich begonnen und nach knapp 6 1/2 Stunden war ich auch schon durch – nicht gerade viel Spielzeit, aber immerhin ein nettes Action-Adventure im Tomb Raider Stil. Die eigentlich sehr klischeehafte Schatzsucher Story hat mir doch sehr gut gefallen, vor allem weil die Charaktere so sympathisch waren und einem ans Herz gewachsen sind. Da ich aber kein Fan von Konsolenshootern bin, waren für mich die häufigen Feuergefechte eher mau, zu mal Gegner immer aus dem Nichts und von allen Seiten kamen, aber nicht wirklich clever vorgingen. Auch witzig: Das Spiel nutzt Quick-Time Events a la God of War, bei denen man in den Cut-Scenes schnell einen bestimmten Knopf drücken muss. Nur leider gibt es davon vielleicht 3 im gesamten Spiel und die kommen immer ohne Vorbereitung – Cheap Deaths ftw! Insgesamt aber ein nettes Spiel mit schöner Geschichter aber auch viel Luft nach oben für den kommenden Nachfolger Uncharted 2: Among Thieves.
Ratchet & Clank haben mich da schon länger beschäftigt – etwa doppelt so lang. Zuvor hatte ich bereits Quest for Booty gespielt, also den eigentlichen Nachfolge-DLC vom Spiel. Da mir der gefallen hat, habe ich dann auch zu Tools of Destruction gegriffen und habe es nicht bereut: Es ist sogar noch viel besser als Quest for Booty. Das Spiel wird dem Namen aufjedenfall gerecht, denn es geht viel Zeug kaputt und ständig fliegen Projektile aller Art durch die Gegend. Ratchets Waffenarsenal ist sehr abwechslungsreich und abgedreht und ich habe schnell meine Favoriten gefunden (u.a. „The Negotiator“). Sämtliche Waffen lassen sich zudem upgraden, was zusätzlich motiviert. Auch die Story war überraschend spannend und der Humor trifft ebenfalls die richtigen Stellen. Tools of Destruction war mein erstes vollwertiges Ratchet & Clank und ich bin jetzt offiziell Fan der Serie – selten habe ich ein so gut durchdesigntes Jump&Run gespielt.
Als nächstes ist wahrscheinlich Valkyria Chronicles dran – das hat inzwischen sogar einen eigenen Anime spendiert bekommen und es gibt bereits Gerüchte über einen Nachfolger. Valkyria Chronicles hat zwar durchweg gute Kritiken bekommen, verkauft hat es sich aber nur schleppend. Das ist allerdings auch kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es inmitten von vielen Blockbuster-Titeln rauskam Ende letzten Jahres.

Veröffentlicht in Ratchet & Clank, Uncharted | Verschlagwortet mit among thieves, drakes fortune, insomniac, naughty dog, quest for booty, Ratchet & Clank, sony, tools of destruction, Uncharted | Kommentar schreiben »
19. April 2009
Everquest hat ihn eingeführt, World of Warcraft hat ihn perfektioniert: Den heutigen MMORPG-Standard. Ein Teil dieses Standards ist das Questsystem, das auf Quanitität statt Qualität setzt. In der Regel kommt man in ein neues Gebiet, nimmt haufenweise Quests an und arbeitet diese ab. Dabei teilen sich die Quests in wenige Arten auf (sammle x davon, töte y davon) und sind generell nur Mittel zum Zweck. Sie dienen ausschließlich der Entwicklung des Charakters. Dabei sollte eine Quest ein Erlebnis sein, ein Abenteuer, eine Geschichte erzählen. Gut – meist erzählen die Quests eine Geschichte im Questtext, aber der schreckt durch die dröge Präsentation ab und unter 1000 Quests sind vielleicht 5 überhaupt lesenswert. Warum müssen Spieler mit anspruchs- und lieblosen Quests überflutet werden und das in fast jedem MMO? Spaß macht es nicht mehr – mir zumindest nicht. Mir würde es gefallen, wenn es wesentlich weniger Quests geben würden, die dafür mehr bieten und für die man auch mal ein paar Tage braucht, dafür dann auch mit einer interessanten Geschichte belohnt wird und vor allem gutem Gameplay.
Stellt sich die Frage: Ist das umsetzbar? Ist es massentauglich? Ich denke schon, wenn das Spiel darauf ausgelegt ist. Dann dürfen Quests aber auch nicht die einzige Spielvariante sein. Man muss sich in ein MMO einloggen und die Wahl zwischen vielen Aktivitäten haben – ob Solo oder in einer Gruppe, ob PvE oder PvP. Man soll nicht seinen Charakter auf das höchste Level bringen müssen, weil dann dort der eigentlich interessante Inhalt anfängt. Das „Endgame“ muss bereits zu Beginn greifbar sein – Warhammer Online macht das bereits ganz gut, auch wenn dort die Motivation überhaupt zu leveln recht gering ist. Auch ist der Levelprozess nicht sonderlich spannend – aber das ist ein anderes Thema. Nach WoW konnte mich keines der derzeit großen MMORPGs wieder richtig fesseln, womit ich nicht sagen will, dass die Spiele keinen Spaß mehr machen. Nur die Langzeitmotivation ist einfach nicht mehr da und ich hoffe, dass die MMOs der Zukunft das ändern. Aber ob sich ein Bioware traut, neue Wege zu gehen? Oder gar Blizzard? Ich bin sehr gespannt. PvP-Content hält sich in der Regel selbst am Leben, während PvE-Content endlich ist. Das sollte man ändern – warum nicht Aufträge von Spielern annehmen können? Allein ein komplexes Wirtschaftssystem in einer Sandbox-Umgebung kann PvP und PvE Inhalte vereinen – EVE Online ist das beste Beispiel, nur trifft das Spiel in anderen Belangen nicht meinen Geschmack.
Meine Vorfreude für MMORPGs wie Star Wars: The Old Republic oder Jumpgate Evolution hält sich in Grenzen, die Skepsis überwiegt. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass gerade Firmen wie Bioware und Blizzard, die das nötige Budget haben, auch das Genre als Ganzes voranbringen.

Veröffentlicht in Mmorpg | Verschlagwortet mit age of conan, bioware, blizzard, ccp, eve online, everquest, goa, mmo, Mmorpg, mythic, War, warcraft, warhammer, World of Warcraft, WoW | 2 Kommentare »
16. April 2009
Die Story von Braid: Die Prinzessin wurde von einem Monster entführt und Tim muss sie retten! Wie, klingt langweilig? Die wirr erzählte Geschichte des Zeitpuzzle Jump&Runs Braid wirkt zwar auf den ersten Blick wenig originell, aber gilt das auch für’s Gameplay dieser späten XBox 360 Umsetzung?
Innovativ
Design: Selten erlebt man in einem Spiel wirklich innovatives Gameplay, aber Braid ist eine dieser Seltenheiten. Was zunächst aussieht wie ein normales 2D Jump&Run ist nämlich in Wirklichkeit ein Spiel mit kniffligen Puzzles, die nur durch das Manipulieren der Zeit gelöst werden können. Das Prinzip bleibt dabei angenehm abwechslungsreich, da sich die Art der Zeitmanipulation in jedem Level ändert. Außerdem bietet Braid eine echte Herausforderung, frustriert aber nie.
Präsentation: Von der schicken 2D Grafik, die einem Ölgemälde ähnelt, zur atmosphärischen Musik – Braid sieht gut aus und hört sich gut an und das ohne Einsatz modernster Technik.
Story: Die Geschichte von Braid ist zwar kurz, parodiert aber geschickt den „Held rettet Prinzessin“ Standard. Außerdem regt das geniale Ende zum Nachdenken an. Aber…
Enttäuschend
Story: …leider wird einem die Story nur in tristen Textpassagen vor jedem Level erzählt. Die sind weder vertont noch sonderlich ansehnlich und passen nicht in das sonst runde Gesamtbild.
Sonstiges
Spiellänge: Braid unterhält für etwa 5 Stunden, was angesichts des geringen Preises (13€) durchaus in Ordnung ist. Außerdem hat man nach einmaligem Durchspielen die Möglichkeit, Speedruns – also Rennen gegen die Zeit – zu absolvieren. Für das Spiel gibt es Achievements bei Steam, die man nach einem Durchgang allerdings fast komplettiert.
Fazit: Braid unterhält und fordert in seiner kurzen Spielzeit mehr, als so mancher Vollpreis-Titel über 15 Stunden hinweg. Braid ist ein Pflichtkauf für Fans von anspruchsvollen und innovativen Gameplay. Wer noch nicht überzeugt ist sollte schleunigst die Demo ausprobieren!

Veröffentlicht in Braid | Verschlagwortet mit 360, Braid, Independend, Number One, PC, Puzzle, Review, steam | Kommentar schreiben »
13. April 2009
What’s next? die Zweite! Eigentlich wäre diese Art Beitrag in einem Podcast wesentlich besser, allerdings wäre das als Alleinunterhalter recht fad.
Braid: Ich rätsel mich gerade durch das 2D Zeitmanipulations-Jump & Run Braid, das frisch via Steam auf dem PC released wurde. Braid kostet etwa 13€ und bisher scheint es eine lohnenswerte Investition gewesen zu sein. Aber ich wusste ja bereits vorher, dass Braid ein gutes Spiel ist, schließlich ist es schon seit Ewigkeiten per X-Box Live zu haben und es gibt zahlreiche Reviews. Doch es selbst zu spielen ist nochmal was anderes – häufiger Gedankengang beim Angehen eines Levels in Braid: *level betreten* *level anschauen* „Wie zum Teufel soll ich an das Teil rankommen!?“ *um 5 Ecken und 2 Minuten denken* „Ahhhh, es ist ja so einfach!“ – okay, einfach ist es nicht, aber immer logisch und gut durchdacht. Das Erfolgserlebnis ist auch entsprechend groß, wenn man nach 20 minütigem Knobeln endlich auf die richtige Lösung kommt. Wer ein anspruchsvolles Puzzle-Spiel sucht ist mit Braid aufjedenfall gut beraten! Next!
Aion: Ich hatte mal die Möglichkeit Aion zu spielen undzwar in der chinesischen Open Beta - das ist dank eines Fanpatches, der alles ins Englische übersetzt ohne Probleme möglich. Sofort fällt die tolle Optik, Musik und komplexe Charaktererstellung auf. Aber dann die Ernüchterung: Gameplay-technisch ist Aion wie jedes andere MMORPG auch. Quests annehmen – viele Viecher töten/Items sammeln – Quest abgeben und /repeat. Das soll aber kein finales Urteil sein, schließlich habe ich nur das Startgebiet gespielt und Fokus des Spiels liegt sowieso auf dem PvP-Part. Aber vielleicht ödet mich das Standard-MMORPG Schema inzwischen auch einfach ein wenig an – in WAR habe ich mich jetzt auch schon einige Zeit nicht mehr eingeloggt. Hoffentlich startet bald die Jumpgate Evolution Beta… Next!
Home: Home ist eine Art konstenloser 3D-Communityplatz auf der Playstation 3, wo man chatten, Videos anschauen und ein paar Minispiele spielen kann. Es ähnelt stark einem Second Life und man kann eigentlich schon seit langem drauf zugreifen – ich habe es mir aber erst jetzt angeschaut. Home noch recht winzig und das interessanteste Feature – nämlich das Ausbauen der eigenen Wohnung und Individualisieren des Charakters – fällt für mich weg, da ich nicht bereit bin für jedes virtuelle Möbel- und Kleidungsstück Echtgeld zu bezahlen. Und um Videos zu schauen muss ich nicht extra in Home einloggen – das geht bequemer und schneller über das normale Menü. Ein interessantes Feature kommt aber noch: Die Trophäenhalle, in der man seine Trophäen – also Achievements – als Gegenstände verteilen kann. Das gibt dem ganzen Trophäensystem einen tieferen Sinn und Zweck und kann interessant werden. Insgesamt werde ich Home aber wohl nur sehr wenig nutzen.
Assassins Creed 2: Die ersten Infos zu Assassins Creed 2 kommen ans Tageslicht, so wurde jetzt erstmals der neue Held Enzio vorgestellt – wer dachte cooler als Altair geht’s nicht wird eines Besseren belehrt. Der neue Assassin wird gleich mit zwei versteckten Klingen arbeiten und Auftragsmorde 200 Jahre nach der Zeit von Teil 1 begehen. Ubisoft hat nach Assassins Creed 1 viel Luft nach oben für Verbesserungen – allen vorran abwechslungsreicheres Gameplay und ein besserer Nutzen der großen Städte. Ein Blick zu GTA ist da gar nicht so verkehrt. AC1 hatte mir damals trotzdem Spaß gemacht und auch die Story fand ich interessant. Nur der Cliffhanger am Ende war schlicht und einfach unverschämt – hoffentlich findet Teil 2 da einen runderen Abschluss.
Das war What’s next? #2 – Tom out.

Veröffentlicht in What's Next? | Verschlagwortet mit age of reckoning, Aion, Braid, home, microsoft, mythic, ncsoft, playstation, Playstation 3, PS3, steam, Warhammer Online, xbox 360 | Kommentar schreiben »
9. April 2009
Funcom ist für bisher für zwei MMORPGs verantwortlich: Anarchy Online und das prominentere Age of Conan. Beide Spiele hatten einen holprigen Start und beide Spiele mussten erst regenerieren, um ihre Spielerbasis zu festigen. Gerade Age of Conan hätte sehr viel erfolgreicher sein können, wäre es bei Release fertig gewesen. Selbst wenn es jetzt noch zu dem wird, was es mal sein sollte – es wird keine Abonnentenekorde mehr brechen.
Aber um Anarchy Online und Age of Conan soll es hier nicht gehen – nein, es geht um Funcoms nächstes Projekt: The Secret World. Ein weiteres MMORPG und für mich das bisher Spannendste des Funcom-Trios. Warum? Das Szenario ist ungewöhnlich: The Secret World spielt in einer von Monstern überfallenen Gegenwart . Dem eigenen Charakter wird dabei keine Klasse zugewiesen – man entscheidet erst im Spiel ob man sich lieber auf Schusswaffen, Martial Arts oder Magie konzentrieren will. Es ist also ein skillbasiertes System geplant und das Szenario hebt sich allgemein angenehm vom MMORPG-Standard ab. Der wohl interessanteste Fakt an The Secret World ist, dass es von den selben Leuten (speziell Ragnar Tørnquist) entwickelt wird, die bereits an The Longest Journey beteiligt waren – einem erstklassigen Adventure mit einer der fantasievollsten Welten die ich kenne.
Viel mehr ist zu The Secret World aber noch nicht bekannt, außer dass es auf der gleichen Technik beruht wie Age of Conan. Das sind für mich eher schlechte Neuigkeiten, denn auch wenn Age of Conan super aussieht – die Grafikpracht hat ihren Preis. Age of Conan ist in viele Zonen unterteilt und es kam bei mir nie das Gefühl einer zusammenhängenden Welt auf. Außerdem können nur wenige Spieler den optischen Glanz genießen, da es die entsprechende Hardware vorraussetzt. Von daher ist mir bei einem MMORPG immer lieber, wenn die Entwickler auf eine stilsichere und dafür hardwareschonende Grafikengine setzen. So wie es Blizzard mit WoW getan hat und wie es Bioware mit Star Wars: The Old Republic tun wird.
Funcom sagt übrigens von vornherein, dass sie mit The Secret World kein „WoW-Killer“ sein wollen. Sie wollen eine interessante Alternative zu bisher dagwesenen MMORPGs anbieten und auf viele alte Konventionen des Genres verzichten. Ich bin gespannt ob das klappt, Funcom! Wie Maehman bereits sagte: Aller guten Dinge sind drei. Noch haben wir zu wenig gesehen um von The Secret World überzeugt zu sein. Auf dem Papier klingt es aber bereits vielversprechend. Andererseits: Welches MMORPG der letzten Jahre tat das nicht?

Veröffentlicht in The Secret World | Verschlagwortet mit age of conan, anarchy online, ao, aoc, funcom, Mmorpg, The Longest Journey, The Secret World | 1 Kommentar »
7. April 2009
Auf der Playstation 3 kann man sich für knapp 8 Euro das Spiel flower vom Entwickler thatgamecompany herunterladen. flower ist ein ungewöhnliches Spiel, in dem man mit Hilfe des Windes ein Blütenblatt über Wiesen fegt und immer mehr Blüten verschiedenster Blumen aufnimmt und so die verdorrten Stellen der Natur wiederzubeleben. Doch macht das auch Spaß? Hier mein Eindruck:
Beautiful
Relaxe: Das Spielgefühl von flower zu beschreiben ist schwierig – entspannend passt wohl am ehesten. Langweilig wird es aber nie, die Level sind angenehm abwechslungsreich gestaltet und teils fordernd. Besonders anspruchsvoll wird das Spiel, wenn man versucht jede Blüte zu erwischen – das ist für das Ziel des Levels aber nicht nötig.
Bedienung: In flower gibt es kein Tutorial – das Spiel braucht auch keines. Der Einstieg ist sehr leicht und die Steuerung wirkt natürlich – mit X steuert man den Wind und mit dem Sensor des Six-Axis Controller die Richtung. Das funktioniert erstaunlich präzise – noch in keinem anderen Spiel hat mich der Bewegungssensor so überzeugt.
Trophies: In flower gibt es diverse Geheimnisse zu entdecken, die u.a. mit Trophies – also dem Achievement-System der PS3 – belohnt werden. Dabei muss man wirklich auf Entdeckungsreise gehen, um alle Trophäen zu bekommen. Spielt man nur einmal direkt durch, hat man nur die Hälfte gesehen – ein erneuter Durchgang lohnt sich also. Allerdings wäre ein Spiel wie flower aufgrund des ungewöhnlichen Spielerlebnisses sowieso ein Titel den man nicht nur einmal spielt.
Präsentation: Sowohl Grafik als auch Musik- und Sounduntermalung überzeugen auf ganzer Linie. Die Landschaften sind fantastisch anzusehen und überzeugen mit satten Farben und tollen Effekten. Die Musik erzeugt eine wunderbar ruhige Atmosphäre und jedes mal, wenn man eine Blüte aufnimmt ertönt ein entsprechender Klang, der von der Blütenart abhängt. Besonders beeindruckend ist es, wenn etwa ein verdorrtes Stück Land wieder in saftigem Grün erstrahlt.
Fazit: Einem Spiel wie flower kann man mit Worten eigentlich nicht gerecht werden. Es ist wunderschön, es ist entspannend, es zeigt was Videospiele noch sein können, es ist Kunst. Jeder Playstation 3 Besitzer sollte dieses Spiel gespielt haben – eigentlich ist es Schade, dass es flower nicht für mehrere Plattformen gibt und so vielen Spielern entgeht.

Veröffentlicht in flower | Verschlagwortet mit flower, Musik, playstation, PS3, PSN, sony, thatgamecompany | 1 Kommentar »
4. April 2009
Gestern kam mein Exemplar des Nintendo DSi an und hier direkt mal eine Liste der Änderungen im Vergleich zum Nintendo DS Lite:
- neue Menü-Struktur, ähnelt dem Wii-Channel Menü
- größere Bildschirme
- matte Oberfläche -> Fingerabdrücke nicht sofort sichtbar
- 5 Helligkeitsstufen (-> geringe Akkulaufzeit bei höchster Stufe (3-4h))
- kürzere Akkuladezeit (2,5h)
- Akkuanzeige im Hauptmenü
- zwei Kameras (außen und innen) mit 640×480 Auflösung
- DSi-Camera Programm zum Bearbeiten von Bildern
- DSi-Sound Programm zum Aufnehmen und Abspielen von Sounds/Musik, inklusive vielen Visualisierungen und Spielereien
- DSi-Shop – Äquivalent zum Wii-Shop, nutzt die gleichen Punkte wie bei der Wii, Angebot noch sehr dünn und unspektakulär, hat aber sehr viel Potential (Virutal Console anyone?)
- Bei der ersten Anmeldung im DSi-Shop gibt’s 1000 Punkte geschenkt
- SD-Karten Unterstützung, liest sogar SDHC Karten und Musikdateien (im AAC Format, hier ein Programm zum konvertieren), Bilder und DSi-Programme können zwischen DSi- und SD-Speicher hin- und hergeschoben werden
- Volumeregler ist nun ein Kippschalter und an der linken Seite – wesentlich angenehmer
- Powerschalter befindet sich jetzt unter dem Steuerkreuz, bei kurzem Druck landet man im Menü, bei langem Druck schaltet sich das System aus – sehr praktisch beim Spielewechsel
- GBA-Slot fehlt
- W-Lan Einstellungen unterstützen jetzt auch WPA und WPA2 Verschlüsselungen
- Stift ist länger und liegt besser in der Hand
Das sind alle Änderungen die mir momentan einfallen, sollte ich etwas vergessen haben werde ich es hinzufügen. Insgesamt bin ich recht zufrieden mit dem Upgrade auf den DSi – die Änderungen sind sinnvoll und das System lässt sich komfortabel bedienen. Lediglich das Startangebot von DSi-Ware ist enttäuschend dünn. So weit ich weiß gibt es da im japanischen Shop schon ein wesentlich größeres Angebot.

Veröffentlicht in Random | Verschlagwortet mit DS, DSi, Handheld, Konsole, lite, nintendo, Wii | 3 Kommentare »
2. April 2009
Veröffentlicht in Garry's Mod | Verschlagwortet mit steam, source, half life, roboter, robot, mech, transformer, Garry's Mod, world domination, rofl, lol, muahahaha | Kommentar schreiben »