Archiv für Dezember 2008

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Das Spielejahr 2008

31. Dezember 2008

Der letzte Tag im Jahre 2008 – welch passender Zeitpunkt die Favoriten, Enttäuschungen und Überraschungen der Spieleindustrie des fast vergangenen Jahres Revue passieren zu lassen, beginnend mit meinen Top 3 der besten Spiele 2008:

Top 3 Favoriten:

Platz 3: Crisis Core – Final Fantasy VII - PSP

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In einer Kategorie ist Crisis Core für mich die Nummer 1: Story. Vor allem in Kombination mit den anderen Titeln der Final Fantasy VII Compilation entfaltet sich ein erzählerisches Meisterwerk voller interessanter Charaktere und unerwarteter Wendungen. Die Präsentation steht der Story in nichts nach und ist mit das Beste, das die PSP zu bieten hat. Aber das Gameplay ist einfach nur gut – mehr nicht. Dazu ist das Kampfsystem zu simpel, die Nebenquests zu oberflächlich und das gesamte Spiel zu leicht. Trotzdem zieht es den Spieler völlig in seinen Bann, daher Platz 3 in meiner Liste der besten Spiele 2008.

Platz 2: Grand Theft Auto IV - PC/PS3

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Die PC-Version von GTA IV ist zwar noch recht fehlerhaft und auch noch nicht sonderlich lang auf dem Markt, aber trotzdem bietet sie Unmengen an Spielspaß in klassischem GTA-Stil. Nie zuvor war eine virtuelle Welt so glaubwürdig und realitisch umgesetzt wie GTA IV’s Liberty City. Das Spiel überzeugt in Präsentation, Story, Gameplay und – endlich – auch im Multiplayer. Mit mehr Mut zur Innovation hätte diese amerikanische Pop-Kultur Satire Nummer 1 werden können – aber Rockstar hat bestimmt schon interessante Pläne für den nächsten Teil der Serie.

Platz 1: Little Big Planet - PS3

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Eigentlich muss man Little Big Planet gespielt haben, um in der Lage zu sein, die Faszination des Titels nachzuvollziehen. Da ist es fast schon schade, dass es dieses Meisterwerk nur auf der Playstation 3 gibt. Das Spiel quillt über vor innovativen Ideen – Es ist eigentlich mehr als ein Spiel, es ist eine ganze Plattform für angehende Gamedesigner oder Spieler, die einfach nur Spaß haben wollen, ob mit Freunden oder solo. Und das, obwohl Little Big Planet auf einem eher simplen 2D Jump&Run System basiert. Aber es gibt bereits genre-übergreifende Kreationen unter den Community-Levels und ich bin mir sicher, dass Entwickler Media Molecule noch einiges auf Lager hat, um die Langlebigkeit des kleinen großen Planeten zu gewährleisten. An Sackboy wird man sich aufjedenfall noch lange erinnern, von daher ist Little Big Planet mein Spiel Nummer 1 2008.

Neben diesen 3 Favoriten gab es natürlich noch viele andere, sehr unterhaltsame Spiele, die es auf meine Festplatte (bzw. Konsole) geschafft haben – Mass Effect, Fallout 3, Prince of Persia, GRiD, Warhammer Online – um nur einige zu nennen. Allerdings gab es in 2008 nicht nur Positives in der Spielewelt – hier sind meine Top 3 Enttäuschungen 2008:

Top 3 Enttäuschungen:

Platz 3: Grand Theft Auto 4 – PC Launch

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Auch wenn GTA IV für mich zu den besten Spielen des Jahres 2008 gehört, der Release des Titels auf dem PC war eine Katastrophe. Überladene Kopierschutzmaßnahmen, Pflichtprogramm-Installationen und technische Probleme machten den Zugang zu Liberty City zur Qual. Bis der erste Patch erschien startete das Spiel auf einem Großteil der Systeme nicht und selbst mit dem Patch läuft noch nicht alles rund. Gerade von Rockstar Games und nach den vergangenen, guten Umsetzungen der älteren GTA Teile hätte man dieses Launch-Desaster nicht erwartet.

Platz 2: Spore

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Die Editoren in Spore sind erstklassig, nur leider ist das eigentliche Spiel erstaunlich flach und wird schnell öde. Schade, hatte man sich doch wesentlich mehr erhofft von Will Wright’s neuer Schöpfung. Und durch den vorher immens in die Höhe geschraubten Hype wurde die Enttäuschung nur umso größer – so bleibt ein nur guter Evolutions-Simulator. Ein Erfolg war Spore trotzdem und das erste Addon ist bereits erschienen, ein Zweites ist in der Mache und auch das wird höchstwahrscheinlich nicht das Letzte sein.

Platz 1: Dreiste Kopierschutzmechanismen

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2008 war das Jahr der Online-Aktivierungen und der beschränkten Installationen. Publisher und Entwickler versuchten alles, um Raubkopierern das Leben schwer zu machen. Dass sie dabei ihre ehrlichen Kunden zunehmend verärgern scheint egal. Doch die gehen auf die Barrikaden, kaufen die Spiele nicht und melden sich lautstark zu Wort, wie man an diversen Amazon.de Rezensionen erkennen kann. Das Vertrauen zwischen Kunden und Entwickler/Publisher schwindet nach und nach – aber ist es das wert? Selbst mit diesen ausgefeilten Kopierschutzmechanismen landen die Spiele bereits Tage vor Release in den Online-Tauschbörsen. Dort stehen sie den Raubkopierern zur Verfügung – ganz bequem und unkompliziert, während der zahlende Kunde mit DRM und co. zu kämpfen hat. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation 2009 entwickelt – Lichtblicke gibt es bereits, so hat beispielsweise Ubisoft einige Titel komplett ohne Kopierschutz released, u.a. Prince of Persia.

Das waren für mich die größten Enttäuschungen 2008, zu guter letzt noch die erstaunlichsten und überraschendsten Tatsachen – hier sind meine Top 3 Überraschungen 2008:

Top 3 Überraschungen:

Platz 3: Wii-Dominanz

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2007 räumte die Wii bereits mächtig ab, eroberte den Casual-Markt und ließ die Konkurrenten weit hinter sich. In jedem Haushalt gibt es eine Wii – dieser Behauptung kamen wir auch 2008 immer näher, denn nach wie vor verkauft sich Nintendos beliebte Konsole teilweise besser, als X-Box 360 und Playstation 3 zusammen. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass vor allem die zweite Hälfte von 2008 ein eher maues Jahr für Wii-Spiele war. Aber es ist nicht zuletzt der Wii zu verdanken, das Spiele zunehmend als Unterhaltungsmedium von der Masse akzeptiert werden. Man kann nur hoffen, dass Nintendo diese Basis nun nutzt und 2009 wieder tolle Spiele released – sei es mit Link, Fox oder Kirby.

Platz 2: Activision Blizzard

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Dass sich die zwei Giganten Activision und Vivendi Games zusammenschließen, hatte niemand erwartet. Das Ergebnis heißt Activision Blizzard und stieß Electronic Arts vom Thron. Activision war vorher für Spiele wie Tony Hawk oder Call of Duty bekannt, Vivendi Games vor allem für Blizzards Warcraft-Reihe, einschließlich des 11.5 Mio. Spieler schweren World of Warcrafts. Welche Auswirkungen diese Fusion hat, wird sich noch zeigen. Zumindest Blizzard gab bereits bekannt, dass der Zusammenschluss keinen Einfluss auf Projekte wie Starcraft 2 haben wird.

Platz 1: Final Fantasy XIII auf der X-Box 360

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Die E3 2008 war eher enttäuschend, aber eine große Überraschung gab es doch, zu Freuden vieler 360-Besitzer. Square-Enix‘ Flagschiff Final Fantasy XIII wird in den USA und Europa zeitgleich auf Playstation 3 und X-Box 360 erscheinen. Damit schwindet für die PS3 ein wichtiger Exklusiv-Titel. Ein Schock für viele Spieler und eine Welle von Diskussion schwappte durch diverse Foren und hält bis heute an, angetrieben vom Zorn einiger PS3 Besitzer und der Schadenfreude einiger 360 Spieler. Dabei bekommen beide Parteien die Möglichkeit, dass Spiel zu erfahren und noch ist der parallel entwickelte Titel Final Fantasy Versus XIII PS3-exklusiv. Ob das so bleibt und ob Final Fantasy XIII der erhoffte Überflieger wird, wird sich in 2009 zeigen.

Das war mein kleiner Rückblick auf 2008. Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als allen Lesern einen guten Rutsch ins neue, vielversprechende Jahr 2009 zu wünschen!

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The Witcher Enhanced

28. Dezember 2008

Seit 2007 besitze ich The Witcher, aber durchgespielt habe ich es nie, da ich auf die, recht früh angekündigte, verbesserte Version warten wollte. Zu dieser sogenannten Enhanced Edition kann man sich sein Original Witcher seit einiger Zeit kostenlos patchen und es lohnt sich! Die Ladezeiten und die Bedienung sind um einiges komfortabler und optisch hat das Spiel auch leicht zugelegt. Am Kern hat sich natürlich nichts verändert, dort bleibt es nämlich ein extrem atmosphärisches Rollenspiel mit interessanten Charakteren, fließendem Gameplay und einer intensiven Spielwelt. Dank der schwerwiegenden Entscheidungen, die man im Laufe der Story treffen muss und die spürbare Auswirkungen haben, wird ein Neuanfang auch nicht langweilig. Nicht selten stellt man sich die Frage „Was wäre wenn…?“ und läd einen alten Spielstand um dies zu beantworten.

witcher_logoDie deutsche Sprachausgabe wurde in der Enhanced Edition ebenfalls überarbeitet – das tangiert mich allerdings wenig, da ich nach wie vor die exzellente, englische Sprachausgabe bevorzuge. Vor allem die tiefe Stimme Geralts könnte nicht besser getroffen sein. The Witcher ist für Fans düsterer Rollenspiel-Welten ein Muss – jetzt erst recht.

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GTA IV Mods

28. Dezember 2008

Die Modszene um GTA IV kommt so langsam ins Rollen, auf gtainside.com kann man sich bereits mehrere, teils sehr spassige Modifikationen herunterladen. Meine drei Favoriten: „Reale Fahrzeugnamen V2.0″ – unnötig zu erklären, was diese Mod bewirkt, sie verbessert aufjedenfall leicht die Atmosphäre. „Extreme Wrackage“ - verbessert das Schadensmodell der Fahrzeuge, so dass diese noch stärker verformt werden können. Das beeinflusst allerdings das Gameplay, denn in zerquetschten Autos fährt es sich nicht mehr so gut. Zusätzlich wird das Taxi zu einer Art Mini-Panzer modifiziert – es wird schwerer, schneller und nahezu unzerstörbar. „More Power“ - vor allem in Kombination mit Extreme Wrackage eine extrem witzige Fun Mod. Sie verleiht Niko mehr Kraft, so dass er mit Schlägen und Tritten Fahrzeuge wegkatapultiert. Das Ganze erinnert dann ein wenig an einen Amok laufenden Hulk und sorgt für jede Menge witzige Szenen.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Mods, die da noch kommen werden – der Langlebigkeit von GTA IV kann das nur gut tun. Die Modszene ist nicht umsonst einer der großen Pluspunkte des PCs.

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Frohe Weihnachten

24. Dezember 2008

Ich wünsche allen Lesern ein frohes, besinnliches

Fest und erholsame Feiertage!

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Classics – Sim Tower

23. Dezember 2008

Es wurde 1993 von der japanischen Firma OPeNBook entwickelt und 1994 von Maxis auf Windows portiert. Eigentlich sollte die Hochhaus-Simulation nur dazu dienen, komplexe Aufzugssysteme zu verstehen, aber dann wurde doch ein ganzes Spiel draus – und ein Gutes noch dazu, bekannt unter dem Namen:

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Ziel des Spiels: Ein wirtschaftlich rentables 5-Sterne Hochhaus zu errichten, mitsamt Eigentumswohnungen, Hotelfunktion, Arbeits- und Unterhaltungsräumen. Dabei war die richtige Balance und Position der verschiedenen Einrichtungen entscheidend. Doch die wahre Schwierigkeit lag im Aufzugsystem und da galt: Je höher der Turm, desto schwieriger die Verwaltung. Waren die Aufzüge nicht effektiv angelegt, gab es schnell Beschwerden und unzufriedene Besucher. Das brachte dem Turm einen schlechten Ruf und konnte geliebte Sterne kosten. Sollte man es allerdings schaffen, einen 5-Sterne Turm bis zum maximalen 100sten Stock zu bauen, wurde das mit einer Kapelle auf dem Dach belohnt – der Traum eines jeden Turmverwalters… oder nicht…? … naja, egal, hübsch sah’s aus!

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Das Spiel hielt den Spieler aber auch gerne mit diversen speziellen Events auf Trab. So konnte es durchaus passieren, dass ein besonders kritischer VIP den Turm besucht. Und wenn es dem nicht gefiel, schadete das dem Image. Auch Bombenanschläge, die bei unzureichender Securtiy Teile des Turms sprengten, waren möglich. Wer ein guter Hochhaus-Manager war, ließ sich davon nicht beeindrucken und erfreute sich stattdessen am regen Gewusel in seinem Türmchen. Die 2D Seitenansicht ermöglichte einen schönen Einblick in den Alltag der Bewohner und Besucher. Sogar Wetteränderungen gab es, die deutliche Auswirkungen hatten: Bei Regen liefen beispielsweise die Geschäfte schlechter. Und zu Weihnachten flog sogar der Weihnachtsmann samt Schlitten und Rentieren über den verschneiten Turm.

Ich würde wahrscheinlich heute noch Spaß an Sim Tower haben und bereits in Nostalgie schwelgen, wenn ich nur die Soundeffekte höre. Zum Abschluss wie immer noch ein Video, allerdings gibt es für Sim Tower da nichts allzu spektakuläres, deshalb muss ein simples Gameplay-Video genügen:

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WAR – Freeze

23. Dezember 2008

Meine Motivation für Warhammer Online ist inzwischen bei Null angelangt – demzufolge werde ich meinen Account einfrieren. WAR ist beileibe kein schlechtes MMORPG und es hat eine Menge Spaß gemacht, aber auf Dauer kann es mich momentan nicht halten. Das liegt u.a. am zu simplen Keep- und etwas lahmen Kampfsystem und an vielen Kleinigkeiten, wie Bugs oder der Serverstabilität. Da konnten auch die neu eingeführten Klassen nicht helfen. Abschreiben werde ich Warhammer Online aber nicht, im Gegenteil: ich werde es weiter beobachten, denn Potential ist genug vorhanden. Sollte das Spiel eine ähnlich vorbildliche Entwicklung wie DAoC vor sich haben, ist es mit Sicherheit einen erneuten Besuch in der Zukunft wert.

MMO-los bin ich aber nicht, denn ich werde mich nun intensiver dem rustikalen Charme von The Chronicles of Spellborn widmen. Das hat zwar noch diverse Komfortmängel, überzeugt aber durch neue Ansätze, dichter Atmosphäre und schlicht Einzigartigkeit.

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Kölner Aufruf – ein Verzweiflungsakt?

22. Dezember 2008

Dass die Spieleindustrie viele Feinde hat, ist bereits jedem Spieler bekannt. Zu diesen Spielegegnern gehören u.a. der Kriminologe Dr. Christian Pfeiffer, der Psychologe Manfred Spitzer aber auch diverse andere Pädagogen, Psychologen oder Professoren. Diese haben nun ein neues Schreiben verfasst und ich empfehle jedem, sich dieses Schreiben namens „Kölner Aufruf“ einmal anzuschauen.

Dazu sei gesagt, dass es sich um ein wirklich ernsthaftes Dokument handelt, auch wenn die dargestellten (pseudo)Tatsachen und Forderungen absurd und fanatisch klingen. So liest man Aussagen wie „In Spielen <…> üben sie (die Spieler) systematisches und exzessives Töten mit Waffen <…>.“ oder „Killerspiele sind aktives Kriegstraining.“ aber auch Forderungen wie „<…>dass Politiker, Wissenschaftler und Medienvertreter ihrem Auftrag gerecht werden, dem Frieden zu dienen, wie es Grundgesetz, Menschenrechte und Völkerrecht verlangen – sonst müssen sie abtreten.“

Klingt bizarr? Ist es auch, zu mal die Argumentation extrem lückenhaft ist. So wird nicht beschrieben, wie durch Spiele „<…> neue Feindbilder geschaffen und Fremdenfeindlichkeit verbreitet wird.“ oder „<…> Kinder und Jugendliche zu Tötungsmaschinen auf den virtuellen und realen Schlachtfeldern dieser Welt abgerichtet werden.“ Stattdessen wird der („Killer-“)Spieleindustrie vorgeworfen, mit dem Militär unter einer Decke zu stecken, um neue Rekruten anzuwerben – basierend auf der Tatsache, dass die US-Army die Spiele America’s Army und Full Spectrum Warrior beim Training einsetzt. Dass das nur ein kleiner Teil des Trainings ist, wird verschwiegen, genauso wie die Tatsache, dass ein normaler Spieler eine Waffe wohl nicht einmal laden könnte. Auch die Unterstützer der Spieleindustrie bleiben nicht verschont, so werden u.a. Hochschulen mit Lehrgängen in Gamedesign angegriffen.

Man könnte das zweiseitige Dokument noch viel weiter auseinandernehmen, aber das ist es mir nicht wert. Solange sich die Autoren solcher Artikel derart lächerlich machen, braucht man sich als Spieler nicht zu sorgen. Ich sehe den Kölner Aufruf eher als eine Art Verzweiflungsakt, bei dem jegliche Toleranz über Bord geworfen wurde und Spiele als absolut böse und schlecht abgestempelt werden. Dass PC- und Videospiele eine Auswirkung auf die Entwicklung derzeitiger Generationen haben, lässt sich nicht bestreiten. Dass diese aber ausschließlich negativ und so extrem sein soll, ist totaler Schwachsinn. PC- und Videospiele gehören inzwischen zum Kulturgut und werden zum großen Teil akzeptiert – sie sind nicht mehr wegzudenken und werden auch in der Zukunft eine große Rolle spielen. Da können auch die Autoren des Kölner Aufruf’s nichts dran ändern.

Zu dem Thema empfehle ich noch zwei weitaus ausführlichere Kommentare: Gamestar und Kaliban

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GTA IV – Multiplayer Eindruck

20. Dezember 2008

Nachdem GTA IV inzwischen einigermaßen funktioniert, hatte ich die Möglichkeit den Multiplayermodus etwas ausführlicher anzutesten. Es gibt massig Spielmodi, wobei ich bisher nur zwei intensiv gespielt habe: Cops’n Crooks und den Free-Mode. Bei Ersterem gibt es zwei Teams: Gangster und Polizei. Ziel der Gangster ist eine erfolgreiche Flucht und Ziel der Polizei ist selbige zu verhindern. Dieses simple Prinzip macht einen Heidenspaß, Rockstar scheint im Multiplayermodus an alles gedacht zu haben. Als Beifahrer kann man seinem Fahrer beispielsweise einen Wegpunkt setzen und natürlich mit Feuerschutz dienen. Über die Stadt verstreut liegen Waffen, Kevlar und Meidpacks. Meidpacks können sogar mit dem Wagen aufgenommen werden und gelten für alle Insassen. Allerdings ist das Team der Polizei zu Beginn einer Partie etwas zu gut ausgerüstet. was zu Balanceproblemen führt.

Im Free-Mode ist Liberty City frei befahrbar, ohne feste Ziele, aber selbst das ist Spielspass pur. Das beweist die Stärke des Sandbox-Designs, da man sich selbst aussuchen kann, wie man spielen will und nicht an enge Regeln gebunden ist. Der Spielspaß im Multiplayer Modus würde schon den Kauf von GTA IV rechtfertigen, wenn da nicht noch technische Mängel wären: Auf meinem ATI-Rechner stürzt das Spiel teilweise ab, was im Singleplayer nicht vorkommt und die Framerate bricht ab und zu ein, vor allem wenn sich die Spielerzahl der maximalen 32 nähert.

Die Games for Windows Live Einbindung ist übrigens sehr angenehm. Per Knopfdruck öffnet sich das entsprechende Menu, in dem man sich sein Profil ansehen, Nachrichten versenden oder Freunde hinzufügen kann. Ist ein Freund online, kann man direkt dem laufenden Spiel beitreten, in dem er sich befindet.

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The Chronicles of Spellborn

20. Dezember 2008

Vor Kurzem erschien das von Spellborn International Ltd. entwickelte MMORPG The Chronicles of Spellborn,  dass durch ein innovatives Kampfsystem und eine einzigartige Welt bestechen will. Lobenswert ist bereits der Kostenpunkt: Von Spellborn gibt es zwei Versionen im Handel – für 14,99€ erhält man die Standard-Version mit 30 Tagen Spielzeit und für 35,99€ die Premium-Version mit 90 Tagen Spielzeit und Bonusmaterial. Außerdem kann man bereits jetzt das Spiel kostenlos testen, denn jeder kann sich auf der offiziellen Homepage einen Spielaccount erstellen, das Spiel herunterladen und bis Level 7 umsonst spielen.

Genau so einen Account habe ich mir erstellt und mich ein wenig umgesehen. Die Präsentation des Spiels kommt eher schlicht daher, mit etwas altbackener Grafik, mäßigen Animationen und wenig Musik, dafür aber in einem einzigartigen, sehr atmospährischen Stil. Bei der Charaktererstellung wählt man nicht nur seine Klasse und das Aussehen, sondern auch die Ausrüstung des Helden – viel Wahl hat man allerdings nicht. Items haben in Spellborn nur optischen Wert, da Charakterwerte nur durch Siegel verbessert werden, die man in die Items sockelt. Diese Siegel können beim Wechseln der Rüstung übernommen werden. Ich könnte also meinem Magier auch Plattenrüstung anziehen usw..

Bisher habe ich nur die ersten paar Quests gemacht, um einen ersten Eindruck zu gewinnen und das Kampfsystem zu testen – das gefällt mir soweit sehr gut, es macht die Kämpfe dynamisch und hat viel Potential, nicht zuletzt durch das intelligente Skilldeck-System. Die witzigen Questtexte zu lesen lohnt sich, ist aber auch teilweise Pflicht, da man sonst nicht weiß, was zu tun ist – Mapmarkierungen a la WAR scheint es nicht zu geben.

Das Spiel hat durchaus mein Interesse geweckt, nachdem es mich in der Beta eher kalt gelassen hat. Bis zur F2P Grenze von Level 7 werde ich aufjedenfall noch spielen, dann folgen gegebenenfalls weitere Eindrücke. Eines kann man jetzt schon sagen: Spellborn ist definitiv mal etwas Anderes und wagt, eigene Wege zu gehen.

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Trailer

16. Dezember 2008

Bei den diesjährigen Video Game Awards gab es keine echten Überraschungen, aber ein paar wirklich nette Weltpremieren in Form von Spieletrailern. So wurden erstmals Szenen von God of War III gezeigt, aber auch von Uncharted 2 oder Mafia II. Und gerade der Trailer zu Mafia II ist faszinierend. Man könnte meinen, eine Vorschau zu einem Film zu sehen, statt zu einem Spiel. Aber das überrascht wenig, war doch schon die Inszenierung vom ersten Teil der Serie fantastisch und es scheint, als müsste man sich beim Nachfolger darum nicht zu sorgen.

Nicht bei den VGAs aber trotzdem sehr beeindruckend ist der Trailer zu Final Fantasy versus XIII. „This is a Fantasy based on reality“ heißt es im Trailer und es spielt in der Tat in einem, für Final Fantasy ungewöhnlichen, dunklen und realem Szenario – das macht es aber nur umso interessanter. Leider sieht man nichts vom eigentlichen Gameplay, Gerüchten zu Folge soll sich das Kampfsystem aber an dem aus Kingdom Hearts orientieren.

Aus Star Wars: The Old Republic gibt es nun auch erstmals Szenen zu sehen, die aber nicht sonderlich aussagekräftig sind. Viel wichtiger ist, was Bioware über den Titel sagt. Demnach soll TOR Biowares bisher größtes Projekt sein. Die Entscheidungen, die man im Spiel trifft sollen den eigenen Charakter dauerhaft beeinflussen, so dass man sich seine Vorgehensweise gut überlegen und mit den Konsquenzen leben muss, schließlich kann man nicht wie in KOTOR einfach neu laden. Dem Hype sollte man sich trotzdem nicht so leicht hingeben und abwarten, bis man die geplanten Features in Aktion sieht.