h1

Das Episodenformat

20. Oktober 2008

Sam & Max, Penny Arcade, Bone, Half Life 2 – all diese Spiele erscheinen im Episodenformat. Eine Episode umfasst dabei ca. 3-5 Spielstunden und kostet zwischen 15-30 €. Oft sind die Episoden nur per Download zu haben, was durch Services wie Steam, das Playstation Network oder X-Box Live kein Problem für die meisten Spieler darstellt. Ist so eine Serie abgeschlossen, wird es meist als Gesamtpaket neu angeboten – so zum Beispiel bei Sam & Max: Season 1. Das Episodenformat hat viele Vorteile für die Entwickler: Nach kurzer Entwicklungszeit kann man bereits Profit machen und sieht, ob sein Produkt bei den Spielern ankommt – das Risiko von schlechten Verkaufszahlen nach langer Entwicklung fällt damit weg. Ist so ein Projekt erfolgreich, macht man insgesamt wahrscheinlich sogar mehr Geld.

Auch für die Spieler gibt es Vorteile: Für wenig Geld kann man sich eine Episode zulegen und bekommt damit einen kleinen Spielehappen, spielerische Tiefe kommt aber aufgrund der kurzen Spieldauer selten auf. Bei Sam & Max: Season 1 wiederholen sich beispielsweise sehr schnell die Schauplätze und Charaktere – der Humor und die guten Rätsel unterhalten aber trotzdem.

Die Episoden bieten also eine Alternative, wenn man gerade keine Zeit oder kein Geld für einen Vollpreis-Titel hat und ich denke, es wird auch in Zukunft viele, interessante Serien geben – schließlich wurde das Format gerade erst erschlossen. Death Spank, der neue Titel von Ron Gilbet, soll ebenfalls im Episodenformat erscheinen und auf dieses Spiel bin ich besonders gespannt, da es eine Mischung aus Hack & Slay und Adventure werden soll. Gerade solche innovativen Ansätze können die Entwickler in Episoden testen, ohne große Risiken eingehen zu müssen. Dass diese Experimente sehr erfolgreich sein kann zeigen Spiele wie Pixel Junk, Flow oder Puzzle Quest - auch wenn sich dabei nicht immer direkt um Episoden handelt.

Kommentar schreiben