
Spiele und Filme
13. August 2008Die Spieleindustrie hängt inzwischen die Filmindustrie in Sachen Profit ab und wächst immer weiter – kein Wunder also, das die Filmemacher von Spielen Profit schlagen wollen. So kommt es zu massig Spielumsetzungen von Filmen: Da gibt es die richtig Guten, wie zum Beispiel Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs, Schlacht um Mittelerde oder diverse Star Wars Spiele – doch die große Masse dieser Umsetzungen kann man als Lizenz-Schrott zusammenfassen, da sie billige Produktionen sind, die aus dem Filmhype Profit schlagen wollen. So zum Beispiel Iron Man und Der unglaubliche Hulk. Das Schlimme: es funktioniert. Offenbar werden diese Produkte gekauft und sind dabei sogar noch recht erfolgreich – trotz der Testergebnisse diverser Spielemagazine, die eindeutig vom Kauf abraten. Stellt sich doch die Frage, wer denn diese Spiele kauft? Die diehard-Fans der Filme? Aber gut, damit kann man im Endeffekt noch leben, denn man weiß es besser und kauft die Spiele einfach nicht, bevor man keinen Test oder Erfahrungsbericht gelesen hat.
Das wahre Übel in der Spiel-Film Beziehung hat sich jedoch erst in den letzten Jahren entwickelt: Filmumsetzungen von Spielen. Man braucht nur einen Namen zu nennen: Uwe Boll. Blood Rayne, Alone in the Dark, Postal, Dungeon Siege – allesamt schlechte Filme, die auf seine Kappe gehen. Vorallem um Alone in the Dark tut es mir Leid, habe ich diese Spielereihe doch geliebt (1-4). Sein nächstes Werk kommt auch bald in die Kinos: Far Cry mit Til Schweiger – wird bestimmt ein Kracher!
Auch früher gab es bereits Filmumsetzungen von Spielen, wer erinnert sich nich an Super Mario Bros. – der Film war sowas von nicht das, was man sich unter einem Mario Film vorstellen würde; viele Fans wurden enttäuscht. Heute hat man von Natur aus niedrige Erwartungen an Filme zu Spielen. Glücklicherweise gibt es Lichtblicke: Der Prince of Persia Film scheint vielversprechend, hat er doch mit Jake Gyllenhaal einen sehr guten Hauptdarsteller, mit Jerry Bruckheimer(Pirates of the Caribbean, The Rock) einen guten Produzenten und mit Mike Newell(Donnie Braso, Harry Potter 4) einen guter Reggiseur. Es gibt also noch Hoffnung unsere Spielehelden in guten Filmen auf der Leinwand zu bestaunen.
Ich hoffe, dass sich die Spiele Publisher und Entwickler es in Zukunft 2 mal überlegen, ob und an wen sie ihre Spielelizensen zum Verfilmen geben. Der Ruf ihrer Spiele steht schließlich mit auf dem Spiel!